{"id":154,"date":"2012-04-15T02:20:50","date_gmt":"2012-04-15T00:20:50","guid":{"rendered":"http:\/\/ferrari2k.dyndns.org\/blog\/?p=154"},"modified":"2012-04-14T23:45:48","modified_gmt":"2012-04-14T21:45:48","slug":"das-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ferrari2k.spdns.org\/blog\/?p=154","title":{"rendered":"Das Ende"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist es soweit, das zu der Zeit um 1912 gr\u00f6\u00dfte bewegliche von Menschenhand erschaffene Objekt hat seine lange Reise Richtung Meeresgrund begonnen.<br \/>\nEs wird noch weitere 73 Jahre dauern, bis die Titanic wieder von Menschen bewundert werden kann. Auch, wenn von der alten Eleganz nicht mehr so viel \u00fcbrig ist, so ist doch immer noch zu erkennen, welchen Luxus die Passagiere an Bord zur Jungfernfahrt erleben durften.<br \/>\nMit der Titanic kamen \u00fcber 1500 Menschen ums Leben, ungef\u00e4hr ein Drittel davon konnte geborgen und an Land bestattet werden.<br \/>\nDieses Ungl\u00fcck hat die Seefahrt f\u00fcr immer ver\u00e4ndert, Sicherheit wurde von nun an gro\u00df geschrieben.<br \/>\nEs ist immer sehr tragisch, wenn ein Umdenken zu mehr Sicherheit offenbar immer erst nach einer gro\u00dfen Trag\u00f6die stattfindet und vorher der gesunde Menschenverstand hinter den Profit gestellt wird.<br \/>\nDie Titanic zeigt den Menschen \u00fcberdeutlich, wer das Sagen auf diesem Planeten hat: die Natur. Der Mensch wird die Natur niemals bezwingen k\u00f6nnen, es wird immer etwas geben, was Menschen sich in ihren k\u00fchnsten Tr\u00e4umen nicht ausmalen k\u00f6nnen.<br \/>\nSo wurde z.B. der Leckschaden der Titanic kurz nach dem Ungl\u00fcck mit ca. 1,2m\u00b2 berechnet. Aber die Medien konnten so ein kleines Leck nicht akzeptieren, es musste unbedingt ein 90 Meter langer Riss sein, etwas anderes h\u00e4tte dieses &#8222;unsinkbare&#8220; Schiff ja verkraftet.<br \/>\nNunja, heute, 100 Jahre sp\u00e4ter, sind wir schlauer. Eine Expedition hat mittels Unterwassersonar festgestellt, dass die Leckgr\u00f6\u00dfe 1,18m\u00b2 betr\u00e4gt, die Sch\u00e4tzungen aus dem Jahr 1912 waren also extrem nah an der Realit\u00e4t. Und so zeigt die Natur: es geht. Das bis dahin gr\u00f6\u00dfte Schiff aller Zeiten wurde durch ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfg kleines Leck versenkt, auch, wenn sich das keiner so richtig vorstellen konnte.<br \/>\nLeider zeigt sich, dass manche Menschen nicht in der Lage oder willens sind, aus Fehlern ihrer Vorfahren zu lernen. Noch immer werden riskante Unternehmungen durchgef\u00fchrt, welche bei n\u00e4herer Betrachtung lieber gar nicht erst gestartet worden w\u00e4ren. Aber es ist ja alles sicher, man hat sich ja alles \u00fcberlegt. Ja, aber das ist nicht der Punkt, es geht um das, was man sich gerade nicht \u00fcberlegt hat.<br \/>\nEins habe ich gelernt, als ich am Meer gro\u00dfgeworden bin: Die Natur ist unnachgiebig und sie kennt kein Mitleid. Sie wird nicht zur\u00fcckstecken, nur, weil es uns gerade nicht in den Kram passt. Der Natur ist es egal, ob da gerade ein Atomkraftwerk an der K\u00fcste Japans steht. Wenn eine Flutwelle durch ein Erdbeben entsteht, dann wird diese auch dorthin kommen. Auch, wenn das vorher niemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<br \/>\nVerharren wir zu dieser Zeit in einem Moment der Stille und der Demut, an den uns der Untergang der Titanic vor 100 Jahren immer wieder erinnern sollte.<br \/>\nDazu ein paar Kl\u00e4nge von den Irish Rovers, beginnend mit &#8222;Nearer my god to thee&#8220;:<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Irish Rovers, The Titanic\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0Bs1dou3SDw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es soweit, das zu der Zeit um 1912 gr\u00f6\u00dfte bewegliche von Menschenhand erschaffene Objekt hat seine lange Reise Richtung Meeresgrund begonnen. 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